Sorger Schlosskonzert 2011
Abschiedskonzert von Vier Fünftel
Die beliebte Musikgruppe Vier Fünftel sorgte mit ihrem musikalischen Programm „Hokuspokus“ für einen ausverkauften Schlosshof. Leib und Seele des Publikums konnte sich an diesem Abend laben an der zauberhaften Musik und den Pausenköstlichkeiten der CSU-Fraktion und der Familie Schneider. Das Schloss von Manfred Ritschel bot das richtige Ambiente. (…)
Abschied von der beliebten Musikgruppe Vier Fünftel
Mit „Hokuspokus“ das Publikum wieder verzaubert
Open-air-Konzert der CSU Wendelstein im Schloss Sorg
Schlossherr Manfred Ritschel kommt seinem Ziel, Schloss Sorg zu einem weiteren kulturellen Mittelpunkt mit freundlichem Ambiente zu machen, immer näher. Diesmal hatte die CSU Wendelstein zu ihrem Open-air-Konzert die bekannte Gruppe Vier Fünftel ins Schloss geladen, die in ihrer letzten Vorstellung das Evergreen-Musical „Hokuspokus“ aufführte.
Vor sieben Jahren haben die fünf Schauspieler, Sänger und Musiker einen gemeinsamen Traum wahr gemacht – gute Unterhaltung auf hohem Niveau. Mit insgesamt drei anspruchsvollen musikalischen Programmen („Hokuspokus“, die Musikalesken „Adel verpflichtet“ und die Evergreen-Lovestory „Ich schenk' dir meine Braut“) spielten sie sich in die Herzen ihrer Zuhörer.
Und wieder erwiesen sie sich als Publikummagnet. Nahezu 300 Zuschauer machten es sich im Schlosshof erwartungsvoll gemütlich. Und verheißungsvoll ging es nach einer kurzen Begrüßung durch die CSU Fraktionsvorsitzende Cornelia Griesbeck auch schon los. In grotesker Haltung wurde Opernsängerin Agnes Hahn-Pautz auf einer Sackkarre zur Bühne gefahren. Sie spielte die Puppe Marianne, die ihren Besitzer Rudolph, den Opernsänger Hubert Gröbel darstellte, liebt und für ihn lebendig sein möchte. Allerdings werden sie und ihr männlicher Puppenkollege Joseph, gespielt von dem Komödianten Christoph Ackermann, nur einmal im Monat, an Vollmond, für wenige Stunden zum Leben erweckt. Ein wundervolles Thema für eine Musikkomödie. Und wundervoll umgesetzt von Irene Oppel, die für die Konzeption und musikalische Zusammenstellung des Projekts federführend war und die Rolle der Cousine Rudolphs sehr temperamentvoll und kess spielte. Da war Platz für viele Evergreens, u.a. Komm, Casanova, küss mich, Kauf Dir einen bunten Luftballon, benso wie für bekannte Operettenmelodien, wie z.B. Warte, warte nur ein Weilchen Joseph, ach Joseph, was bist Du so keusch, für große Gefühle wie Liebe, Freude und Trauer. So unterschiedlich die Melodien auch waren – sie fügten sich nahtlos zu dem komplexen Stück.
Nicht nur gesanglich wurden die Erwartungen der Zuschauer weit übertroffen, sondern die Darsteller begeisterten ihre Fans durch ihr großes schauspielerisches Können, komödiantisches Talent und akrobatische Tanzeinlagen. Wie immer wurden sie feinfühlig und virtuos von Bernhard Oppel am Klavier begleitet. Er hatte auch die Ouvertüre komponiert und zusammen mit seiner Frau eigene Lieder beigetragen.
Das Publikum war begeistert und ließ die Darsteller erst nach mehreren Zugaben von der Bühne. Bürgermeister Werner Langhans bedankte sich beim Ensemble „Vier Fünftel“ für die überwältigende Darbietung und beim Schlossherrn Manfred Ritschel für das tolle Ambiente.
Mit dieser Vorstellung verabschiedete sich „Vier Fünftel“ in dieser Formation nach über 100 Vorstellungen von seinem Publikum. In Zukunft werden die Sopranistin Agnes Hahn-Pautz und der Bariton Hubert Gröbel als Duettino mit eigenen Operettenprogrammen zu hören sein. Der Vollblutkomiker Christoph Ackermann geht mit einem Heinz Erhardt Soloprogramm ab Oktober auf Tournee. Die musikalische Begleitung aller neuen Programme wird weiterhin Bernhard Oppel übernehmen. (HORST WEIDLER)